10 Ernährungs-Mythen

Ernährungs-Mythos

Fett macht fett

- kann man so nicht sagen! Richtig ist, dass Fett mit knapp 9 Kilokalorien pro Gramm mehr Energie als Kohlenhydrate oder Eiweiß mit 4 Kilokalorien hat. Wie kommt es nun, dass Menschen, die sich fettreich ernähren trotzdem schlank bleiben? Ganz einfach: sie sparen an anderen Nährstoffen. Sieh Dir einfach die Amerikaner an, die seit vielen Jahren sehr fettreduziert essen und trotzdem immer dicker werden. In den USA (aber auch hier in Europa) ernähren sich die Menschen extrem kohlenhydratreich, so dass sich die enormen Mengen an Kohlenhydraten in den Fettdepots wieder finden. Insbesondere „leere“ Kohlenhydrate wie Weißmehl oder versteckte Zucker (in Fertigprodukten oder Limonaden etc.) sind regelrechte Kalorienbomben, die dem Körper keinen Mehrwert bringen. Einzig die Gesamtkalorienmenge im Vergleich zu Deinem täglichem Kalorienbedarf, aber unabhängig von dem was Du isst, entscheidet ob Du ab- oder zunimmst.

Anmerkung: Es gibt Fett und es gibt Fett. Das will heißen, dass es unterschiedliche Fette gibt, so genannte "gute Fette" (ungesättigte und mehrfach-ungesättigte Fettsäuren) und "schlechte Fette" (einfache, gesättigte Fettsäuren). Lege Deinen Schwerpunkt Deiner Ernährung auf die guten Fette, da diese sich sogar günstig auf die Gesundheit auswirken.

 
 

Essen nach 18.00 Uhr macht dick

- stimmt nicht! Warum können Menschen dann in südlichen Ländern spät essen (was unter anderem mit dem Klima zu tun hat), ohne dick zu werden? Wie oben beschrieben, entscheidet die Gesamtkalorienmenge des Tages, ob der Körper Fett auf- oder abbaut und nicht wann die Kalorien zugeführt werden

 
 

Wer abnehmen will, sollte nach dem Sport zwei Stunden lang nichts essen

Ernährungs-Mythos

Dieses Märchen ist entstanden, weil die Fettverbrennung noch zwei Stunden nach dem Training auf Hochtouren läuft. Daran ändert sich aber nichts, wenn Du in dieser Zeit etwas isst und trinkst. Entscheidend ist immer die Kalorien- Bilanz: Nur wer mehr Energie verbraucht, als er zu sich nimmt, wird auf Dauer schlanker.

Nicht zuletzt deswegen ist es wichtig, dass ein durchdachter erstellt wird, der auf das spezifische Trainingsziel konzipiert wurde.

 
 

Fettarm heißt kalorienarm

- muss nicht sein! Es gibt viele fettreduzierte Produkte mit hoher Kalorienzahl. Warum? Weil dort viel Zucker eingesetzt wird. Häufig verdienen "Light-Produkte" nicht ihren Namen, da sie dem Verbraucher vorgaukeln gesund und kaloriensparend zu sein. Unser Tipp: Vergleiche die Kalorienanzahl der vermeintlichen "Light-Produkte" mit denen der herkömmlichen Produkte.

 
 

Lakritze macht impotent

Ernährungs-Mythos

- das könnte sogar stimmen! Laut einer italienischen Studie sorgt Lakritze für die Herabsetzung des Testosteronspiegels und kann somit zu Potenzproblemen führen. Die Forscher vermuten, dass das Zusammenspiel des Wirkstoffs Glycyrrhizin mit einem körpereigenen Enzym, das an der Testosteronproduktion beteiligt ist, dafür verantwortlich gemacht werden kann. Dennoch kann Entwarnung gegeben werden: Nach viertägigem Lakritze-Verzicht erholt sich der Testosteronspiegel im Blut wieder.

 
 

Spinat ist so gesund, weil er viel Eisen enthält

- Popeye lässt grüßen! Aber Spinat macht weder außergewöhnlich stark, noch ist es besonders eisenreich! Dieser Irrtum begründet sich aus einem Kommafehler. 1890 hat der Basler Forscher Gustav von Bunge den Spinat auf Inhaltstoffe und Gehalt untersucht. Dabei ermittelte er den sensationellen Eisengehalt von 35mg pro 100g Spinat. Und dieses Ergebnis hat sich schnell herumgesprochen. Doch wurde dabei nicht beachtet, dass der Forscher 100g getrockneten Spinat als Grundlage genommen hat. Da frischer Spinat aus 90% Wasser besteht, enthalten 100g frischer Spinat lediglich rund 3,5mg Eisen. Somit ist Spinat kaum eisenreicher als Schokolade. Dennoch ist Spinat aufgrund seines hohen Vitamin- und Mineralgehaltes ein sehr empfehlenswertes Gemüse.

 
 

Frisches Gemüse hat mehr Vitamine als Tiefkühl-Gemüse

Ernährungs-Mythos

- das muss nicht unbedingt sein! Durch zu lange Lagerung oder große Transportwege verlieren Obst und Gemüse viel an wichtigen Vitaminen. Tiefkühlware hingegen wird schnell und schonend eingefroren, so dass viele Vitamine, aber auch Konsistenz, Geschmack und Farbe erhalten bleiben. Zudem wird Tiefkühlgemüse meist reifer geerntet und weisen schon deswegen mehr Vitamine auf. Unser Tipp: Saisonales Obst und Gemüse aus Deutschland solltest Du bevorzugen, da es sehr vitaminreich ist und meist auch mehr Geschmack hat.

 
 

Kaffee entwässert

- stimmt auch nicht! Lediglich Menschen, die keinen Kaffee gewöhnt sind, müssen häufiger auf Toilette. Auf diese wirkt der Kaffee harntreibend, allerdings gewöhnt sich der Mensch sehr schnell daran und kann dann sogar zur täglichen Flüssigkeitszufuhrmenge mitgerechnet werden.

 
 

Das tägliche Frühstücksei ist schädlich

Ernährungs-Mythos

- das ist auch nicht wahr! Verantwortlich für diese Annahme ist das enthaltene Cholesterin im Eigelb. Doch dieses Cholesterin hebt die Cholesterinwerte des menschlichen Körpers nur wenig an. Vielmehr werden hohe Cholesterinwerte durch zuviel tierische Fette verursacht. Außerdem enthalten Eier wichtiges Lecithin, das wahrscheinlich dafür sorgt, dass weniger Cholesterin ins Blut aufgenommen werden kann. Also kannst Du Dein tägliches Frühstücksei ohne schlechtes Gewissen genießen.

 

 

Margarine ist gesünder als Butter

Ernährungs-Mythos

- auch das stimmt nicht! Erfunden wurde die Margarine 1869, weil Napoleon III. auf der Suche nach einem billigen Speisefett zur Versorgung der Armee war. Zu dieser Zeit wurde die Margarine aus Rindertalg hergestellt, heutzutage sind es vorwiegend pflanzliche Fette. Doch diese erhalten durch die Härtung der Pflanzenöle so genannte Transfettsäuren, die in der Natur nicht vorkommen, deren Wirkung auf den menschlichen Körper noch nicht abschließend erforscht ist. Es gibt keine wissenschaftliche Untersuchung, die belegt, dass Margarine gesünder ist als Butter.